Calendar
August 2008
M D M D F S S
« Jun    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Senioren auf heißer Fährte: Lebensstil-Scouts in der Musikstadt

Wenn es um die Gestaltung und Belebung unserer Innenstädte geht, dann sind es vor allem Kommunalpolitiker, Gewerbevereine und Marketingstrategen, die sich zusammensetzen, um die richtigen Lösungen zu finden. In der Nordthüringer Musikstadt Sondershausen schickt man Senioren in die Spur, um als so genannte “Lebensstil-Scouts” die Wünsche vor allem der betagten Mitbürger zu ergründen. Und was dabei heraus kommt, soll den Planern helfen zielgruppengerechtere Lösungen für die Innenstadt zu finden. Das Ganze ist ein Schritt, um den Demografie-Wandel besser zu bestehen…

Das ist also kein verspäteter Karnevalsscherz sondern wohl Realität, wie mir jetzt beim 1. Regionalen Demografiekonvent im Schloss Sondershausen erzählt wurde. Die Musikstadt gehört zu einer Modellregion “Südharz-Kyffhäuser” und damit - und einer weiteren Modellregion, “Stettiner Haff” - zu einem im Januar gestarteten Modellvorhaben “Demografischer Wandel - Zukunftsgestaltung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen”. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert die Planung und Durchführung von insgesamt 40 Projekten mit rund vier Millionen Euro.

Ob davon auch die so genannten “Lebensstil-Scouts” etwas abbekommen, weiß ich (noch) nicht. Aber während des Demografiekonvents berichtete ein Referent, Dr. Hardo Kendschek (Leipzig) , Geschäftsführer des Unternehmens komet-empirica, über verschiedene Maßnahmen der Regional- und Stadtentwicklung, um die kleine City der Musikstadt Sondershausen attraktiv und zukunftsfähig zu entwickeln.

Angesichts der raschen Alterung unserer Gesellschaft, einer drastischen Zunahme älterer Mitbürger in Sondershausen, will man dort durch die “Lebensstil-Scouts” besser die Wünsche der Senioren erforschen. Etwa: Stimmt in der City der Handels-Mix? Welche Einrichtungen werden dort vermisst?Wie sollten gastronomische Einrichtungen aussehen, damit sich die betagten Bewohner dort wohlfühlen und diese auch häufiger besuchen? Wie werden Wochenmarkt oder kleine kulturelle Angebote angenommen? Und so weiter.

Da fühlen ganz einfach Senioren ihren Altersgenossen auaf den Zahn. Ob es hilft? Ich bleibe an dem Thema dran und habe auch noch anderes Interessantes beim Demografiekonvent erfahren. Demnächst dazu mehr….

Antwort schreiben