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Landesweinprämierung 2008 an Saale-Unstrut steht bevor

Mit 118 Weinen und zwei Sekten steht erneut eine große Zahl von Saale-Unstrut-Weinen zur Verkostung bei der Landesweinprämierung am 9. Juni in Freyburg an. Zwanzig Weingüter aus dem nördlichsten deutschen Qualitätswein-Anbaugebiet stellen sich dem Produktvergleich.  

Die Weine stammen überwiegend aus dem Jahr 2007, das geprägt war von ungewöhnlichem Witterungsverlauf. Nach dem milden Winter und dem sehr warmen trockenem Frühjahr begann die Vegetationsphase sehr früh. Im Verlauf des durchschnittlichen Sommers regnete es ausreichend, so dass sich die Trauben prächtig entwickelten. Mit 4,8 Millionen Liter konnte so noch mehr Most geerntet werden als im Vorjahr. So können die Winzer sehr aromatische, extraktreiche und spritzige Jungweine einschenken, die in ihrem Charakter dem Ideal der hiesigen Tropfen sehr nahe kommen. 

Die Prüfliste der Landesweinprämierung dominieren mit 90 Anstellungen Weißweine. Darunter finden sich 19 Weißburgunder, von denen sieben als Spätlesen und einer als Auslese etikettiert werden konnte. Mit jeweils zwölf angestellten Weinen wetteifern der Müller-Thurgau und der Kerner um den zweiten Platz der vertretenen Rebsorten. Ebenfalls zu verkosten sind zehn Riesling-Weine sowie jeweils neun Silvaner und Grauburgunder.  

Zudem erwarten 24 dunkle Rebsäfte die Prüfer der Landesweinprämierung, wobei in diesem Jahr der Spätburgunder mit sieben Weinen am häufigsten vertreten ist. Der Portugieser hält sich mit fünf Anstellungen überraschend zurück und nimmt ebenso viele Listenplätze ein wie der Blaue Zweigelt. Von beiden Rebsorten reiften jeweils zwei Weine im Holzfass. 

Über die Qualität der angestellten Weine urteilt eine siebenköpfige Jury mit Hilfe präzise definierter Kriterien. In diesem Jahr verkosten Sven Lützkendorf (Weinkontrolle), Wolfgang Längricht und Ellen Kafka von der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Burgenlandkreis, Hans-Albrecht Zieger (Produktionsleiter Winzervereinigung Freyburg), Rudolf Thürkind (Kellermeister Winzervereinigung Freyburg), Dr. Tobias Haufe (Weinkontrolleur Sachsen) sowie Andre Zahn (Weingut Zahn) die Rebsäfte in der mehrstündigen Degustation.  

Maximal fünf Punkte kann ein Wein erreichen. Mindestens 3,5 Punkte sind für Bronze nötig, 4,0 für Silber und 4,5 für Gold. Die siebenköpfige Jury setzt sich aus erfahrenen amtlich anerkannten Weinprüfern zusammen. Die Weine werden blind verkostet, lediglich die Rebsorte und der Jahrgang sind dem Prüfer bekannt. Nach einem Punkteschema werden die Weine nach Farbe, Klarheit, Geruch, Geschmack und Harmonie bewertet. 

Die Landesweinprämierung findet in diesem Jahr zum 16. Mal statt und hat sich damit zum Wegweiser bei der Einordnung neuer Jahrgänge aus dem Weinbaugebiet Saale-Unstrut entwickelt.

Verrückter Wettstreit: Bettenrennen in Friedrichroda

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Die Kur- und Tourismusamt Friedrichroda veranstaltet in der Zeit vom 4. bis 6. Juli 2008 das 13. Internationale Bettenrennen im Luftkurort Friedrichroda in Thüringen. Es handelt sich hier um ein sehr außergewöhnliches sportliches Ereignis mit richtigem Volksfestcharakter. Die Betten, welche nach einem vorgegebenen Reglement konstruiert sein müssen, können mitgebracht oder beim Veranstalter ausgeliehen werden. Gestartet wird in mehreren Klassen und bestehen aus sieben Personen, sechs Schiebern und einem Lenker.
Das Rennen verläuft durch die Innenstadt über 2 km. Entlang der Strecke sind Schikanen eingerichtet. Erste Station ist das Holzsägen. Als nächstes kommt der heiße Draht. Nachdem die Mannschaften in der Hauptstraße noch ein Puzzle zusammengesetzt haben, ist am Brauhaus das Hindernis „Wasserspritzen“ aufgebaut. Schließlich erreicht das Rennbett die Wasserdurchfahrt – den Höhepunkt für Mannschaft und Besucher. Die Bettenrenner fahren in das Schilfwasser, schwimmen durch ein Stauwehr (das Bett muss schwimmfähig sein, der Lenker darf das Bett nicht verlassen) und gelangen kurz darauf an das Ziel.

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Ein Team aus Friedrichroda war Nun Ende Mai beim ZDF in Mainz (Bild) dort im ZDF Fernsehgarten zu Gast und durfte ein Rennen präsentieren. 50 Bettenrenner waren mit dem Bus nach Mainz gekommen um gemeinsam mit dem Bürgermeister Herrn Klöppel und dem Kurdirektor Hagen Schierz das Internationale Bettenrennen auf dem Gelände des ZDF Fernsehgarten zu veranstalten. Die Anreise erfolgte bereits am Samstag, wo am Nachmittag mehrere Proben und die Generalprobe stattfanden. Schon zur Generalprobe stand fest, dass zu Beginn der Sendung der Moderator Ernst-Marcus Thomas in einem geschmückten Rennbett auf die Bühne fahren wird, um das Internationale Bettenrennen als eines der Highlights anzukündigen. Am Sonntag erhielten die Teilnehmer die Nachricht, dass eines sechs Rennbetten gegen ein Prominentenbett, gelenkt vom Fernsehkoch Armin Roßmeier geschoben durch die Band „Schon OkayBaby“ an den Start gehen würde. Die anderen vier Teams präsentierten das Rennen. Es war ein beeindruckendeer werbewirksamer Spaß für das volksfestartige Ereignis im Kurort im Thüringer Wald.

Wesentlicher Bestandteil des Rennens (4. bis 6. Juli) ist am Samstag (5.) ein Festumzug, zu welchem die einzelnen Mannschaften ihre Betten entsprechend dem Jahresthema „Dancing Queen“ schmücken. Im Anschluss werden die am besten dekorierten Betten prämiert. Am Abend wird dann im Festzelt in der Schillerstraße mit der „The Golden Sixties Band“ gefeiert. Samstag buntes Markttreiben und zum Kinderprogramm um 14 Uhr ist „Bernd das Brot“ auch eingeladen. Am Sonntag, dem 6.Juli, 15 Uhr, beginnt der Wertungslauf aller Mannschaften als Höhepunkt des Wochenendes mit anschließender Siegerehrung. Natürlich gibt es am Wochenende attraktive Rahmenprogramme für jung und alt.
Weitere Informationen sowie Ausschreibungsunterlagen erhält man bei:

Kur- und Tourismusamt Friedrichroda
Marktstraße 13/15
99894 Friedrichroda
Tel. 03623/3320-0    Fax 03623/332029
Internet: www.Bettenrennen.de    www.Friedrichroda.de
E-mail: friedrichroda.kur@t-online.de

Saale-Unstrut und Sachsen: Aufstockung der Rebflächen angesagt

Die ostdeutschen Weinanbaugebiete Saale-Unstrut und Sachsen dürfen wachsen. Die Agrarministerkonferenz der Länder hat sich jetzt darauf verständigt, dass Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg Neuanpflanzungsrechte zur Aufstockung traditioneller Rebflächen bekommen soll. Konkret sollen Sachsen-Anhalt und Sachsen jeweils Rechte für 31 Hektar, Thüringen und Brandenburg für jeweils 15 Hektar bekommen.

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Die Entscheidung trafen die Landwirtschaftsminister der Länder bei ihrer Konferenz im sächsischen Kloster Nimbschen bei Grimma just an dem Tag, als im historischen Lichthof der Rotkäppchen-Sektkellerei in Freyburg die 18. gemeinsame Jungweinprobe der Anbaugebiete Saale-Unstrut und Sachsen stattfand. Dort hatten 41 Winzerbetriebe insgesamt 172 Weine, 6 Sekte und 2 Seccos des Jahrgangs 2007 zur Verkostung angestellt. Dieser geschmackliche Leistungsvergleich war damit die umfangreichste derartige Degustation Mitteldeutschlands. Natürlich waren auch die Weinmajestäten der Regionen mit dabei, wie etwa die Weinkönigin von Saale-Unstrut, Marika Böhme (Bild).

In den Weinanbaugebieten Saale-Unstrut und Sachsen wurde die in Aussicht gestellte Aufstockung mit Freude aufgenommen. Anträge für zusätzliche Neuanpflanzungsrechte waren bereits gestellt worden. Rheinland-Pfalz will solche Rechte für 100 Hektar abgeben. Denn die europäische Weinmarktordnung verbietet noch die Neuanpflanzungen von Rebflächen. Nur wenn entsprechende Rechte vorhanden sind, darf gepflanzt werden. Also muss von den vorhandenen Kontingenten etwas umverteilt werden.

Saale-Unstrut bringt es aktuell auf rund 666 Hektar Rebflächen, während Sachsen mit rund 400 Hektar noch kleiner ist. Allein das Anbaugebiet Pfalz hat 23.500 Hektar, Rheinhessen ist mit rund 26.500 Hektar das größte.

Das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut erstreckt sich von Thüringen über Sachsen-Anhalt bis hin nach Brandburg vor die Tore Potsdams. Dort stehen in der Obstbaugemeinde Werder die bislang nördlichsten Rebstöcke von Saale-Unstrut, momentan auf 7 Hektar. 15 können dort aber schon bald dazu kommen. Thüringen hat aktuell mal gerade 55 Hektar, auch dort könnte um 15 Hektar aufgestockt werden. Allerdings solle im Anbaugebiet Saale-Unstrut auch künftig nur auf Qualität, nicht auf Masse gesetzt werden, betonte Weinbauverbandspräsident Siegfried Boy.

Mehr zum Thema in meinem Zeitungs-Weblog Backstage auf der TLZ-Homepage.

Russland “erobert” die Türkei und ägyptische Urlaubs-Gefilde

Russische Reiseveranstalter kaufen in diesem Jahr mehr Zimmerkontingente in der Türkei als jemals zuvor. Das jedenfalls hat das bekannte Internetportal und Reiseforum “HolidayCheck” festgestellt. Der ansteigende Wohlstand der russischen Bevölkerung, die unkomplizierte Einreise in die Türkei, sowie vermehrte Billigflüge aus Russland treiben diesen Trend voran. Ein ganz normaler nachvollziehbarer Vorgang, die damals, als die deutschen Urlauber erst die italienischen und dann die spanischen Sonnenstrände eroberten…

Deutsche Urlauber müssen jedenfalls in diesem Jahr die Liegen an den türkischen Stränden mit zahlreichen Touristen aus Russland teilen. Die Meinungen darüber sind sehr geteilt, wie aktuelle Diskussionen im Reiseforum von HolidayCheck zeigen. Obwohl die Preise für eine Reise in die Türkei um rund 30 bis 40 Prozent gestiegen sind, erlaubt es der wachsende Wohlstand in der russischen Bevölkerung, sich einen Urlaub in dieser Destination zu gönnen. Eine Entwicklung, die vor allem in den letzten beiden Jahren auch sehr stark in der Baderegion am Roten Meer in Ägypten festgestellt wurde und natürlich nicht nur auf Wohlgefallen stieß - im Gegenteil.

Da Touristen aus Russland ohne komplizierte Visa-Verfahren in die Türkei einreisen dürfen, hat sich eines der Lieblingssonnenziele der Deutschen auch zu dem der Russen etabliert. Im Länderranking der bei den Russen beliebtesten Reiseziele 2008 liegt die Türkei auf dem ersten Platz, Ägypten und Tunesien folgen mit einigem Abstand. In Ägypten kam jüngst noch hinzu, dass noch alte Veträge russischen Reiseveranstaltern besonders günstige Konditionen bescherte oder Restkontingente auf eben diesem Reisemarkt superbillig verscherbelt wurden. Einige westeuropäische Länder bzw. deren Urlauber haben dies diesen Urlaubszielgebieten und ihren Hotelbetreibern übrigens verübelt.

Für den deutschen Reisemarkt hat diese Entwicklung Folgen: das Last-Minute Angebot etwa für Reisen in die Türkei in diesem Jahr wird recht spärlich ausfallen. So jedenfalls die Einschätzung der Experten von HolidayCheck. Dazu kommt, dass die zunehmende Anzahl russischer Touristen nicht für jeden deutschen Urlauber eine freudige Nachricht ist. Das liegt nicht zuletzt an dem zweifelhaften Ruf, den Urlauber aus Russland genießen. Vor allem aus (west-)deutscher Sicht. Wobei stets vergessen wird, dass wir dezutschen Urlauber eben auch nicht sonderliche beliebt sind in einigen Ländern.

 

Ist das häufiger transportierte Bild des russischen Pauschaltouristen tatsächlich ein realistisches, oder möchte der Deutsche nur wiederum seinem Klischee des “leidenschaftlichen Meckerers” treu bleiben?

Denn immer wieder beschweren sich Urlauber bei HolidayCheck in ihren Hotelbewertungen über den ungewöhnlich hohen Lärmpegel russischer Gäste. Besonders in Restaurants scheint es oftmals zum Eklat zwischen russischen und deutschen Urlaubern zu kommen. Es wird über schlechte Manieren, unhöfliches Drängeln am Buffet und die Masse der auf den Teller geladenen Speisen geklagt. Eine Feststellung, die ich ganz persönlich aus verschiedenen Reisen in den letzten drei Jahren in Ägypten leider bestätigen muss. Das bereitet auch einigen Hotelbetreibern wachsende Probleme.


Hohnstein Classics: Oldtimer bald auf Tour im Osten

Am 11.Juli 2008 fällt der Startschuß für eine außergewöhnliche Classic-Car-Rallye, bei der die Teams 3 Tage Zeit haben, rund 680 Kilometer im Dreieck Hohnstein, Leipzig und Dresden zu bewältigen. Vereint werden hier die Leitgedanken, motorsportliche Historie und Wohltätigkeit. Der Reinerlös kommt der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland zu Gute.

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„Für die Anhänger des Motorsports geht hier ein Traum in Erfüllung“ sagt Initiator Stefan Dan, der dieses Projekt mit dem OK schon seit 3 Jahren voran treibt. Die Hohnstein Historic führt in weiten Teilen über Straßen, auf denen schon Rennlegenden wie Rudolf Caracciola, Bernd Rosemeyer oder Hans Stuber um den Sieg fuhren: zum einen über die historische Bergrennstrecke rund um Hohnstein, zum anderen über den in der Vorkriegszeit gebauten, aber nie offiziell in Betrieb genommenen „Deutschland-Ring“; einen 10 Kilometer langen Rundkurs, der 1940 mit dem Großen Preis von Deutschland dazu bestimmt war, das Erbe des stets umstrittenen Nürburgrings anzutreten.

Mehr Infos bei unter Auto-Narr’s Zugpferden

 

Lob des Realismus - Ronald Paris in Sondershausen

Ronald Paris gehört zu den großen ostdeutschen Malern. Am 12. August wird er 75 Jahre alt. Jetzt würdigt seine Geburtsstadt Sondershausen den Künstler mit einer große Gemäldeausstellung im Marstall des Schlosses Sondershausen. Bis Ende Mai ist die Ausstellung “Ronald Paris - Lob des Realismus - Retrospektive 2008″ dort zu sehen, dann wandert die Ausstellung noch nach Schwerin und Potsdam.

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Für die Musikstadt Sondershausen ist Ronald Paris (Bild) ein “großer Sohn” und der auf dem besten Wege, das Residenzstädtchen im nordthüringischen Kyffhäuserkreis mit seinem - wenn auch inoffiziellen - Namensprädikat zu schmücken: Sondershausen als “Ronald Paris-Stadt”. Warum und mehr über den großen Maler in meinem Musikstadt-Blog

Kein Witz: Hübsche Blondinen wollen sich ein Denkmal setzen

Verrückte Welt: In einem russischen Ostsee-Ort, dessen Name im Deutschen Bernstein bedeutet wollen “schöne Blondinen” sich selbst ein Denkmal setzen. Weil sie sonst nicht dumm sondern erfolgreich sind. Es gibt einen Wettbewerb, auch ein Komitee soll es geben, welches entscheidet. Unter den Entwürfen wird wohl aktuell die Skulptur einer nackten Frau favorisiert, die sich mit der Hand durchs lange blonde Haar fährt. Irgendwie auch Klischee, oder….?

Up, up & no way? Quo vadis - Airport Erfurt?

Diesen Beitrag, den ich in meinem Zeitungs-Weblog veröffentlicht habe, den will ich auch hier dokumentieren. Von wegen - der Osten kommt. Schön wäre es ja, gäbe es da nicht diese bitteren Erfahrungen an der deutschen “Eastside”…

Flughafen Erfurt / Foto: Peter Michaelis/TLZ

Zugegeben - ich habe meinen nächsten Sommerurlaub schon vor Weihnachten fest gebucht. Schließlich möchte man günstige Frühbuchkonditionen und darüberhinaus den besten weil am bequemsten erreichbaren Flughafen rechtzeitig absichern. Nun möchte aber auch der schon erwachsene Nachwuchs in der Familie einen Ferienaufenthalt buchen und hat mich eben dafür eingespannt, doch nach günstigen Konditionen und nach der Flügen zu schauen. Per Internet versteht sich. was ich heute abend spät auch gemacht habe. Sollte doch kein Problem sein, wo doch der Airport Erfurt (Bild/ Foto: Peter Michaelis/TLZ) quasi “vor der Haustür” liegt. Also den Flughafen angeclickt und — Fehlanzeige, große Pleite. Urlaubsverbindungen für diesen Sommer abrufen? Denkste! Bei der von mit benötigten Flugverbindung - übrigens seit einigen Jahren fest im Programm - gibt es wie auch bei anderen Urlaubsstrecken keine Infos. Was ist das denn? Jetzt, wo die meisten Leute ihren Sommerurlaub buchen möchten, ist der Airport Erfurt - infomäßig - quasi noch im Winterschlaf. Jedenfalls bricht meine Flug-Verbindungsabfrage auf der Erfurter Flughafen-Hompepage unter den “Urlaubsflügen” Ende März 2008, also diesen Monat, ab. Ist Erfurt eigentlich eine Landeshauptstadt oder was? Lieber Verkehrsminister Andreas Trautvetter: Müssen Sie hier nicht dringend eine “Schubumkehr” bewirken, Bitte - was soll das?….

Ich bin schon gespannt auf die Ausreden. Neuorientierung, Umstrukturierung, vielleicht war jemand krank oder eine Stelle verwaist? Ja ist Erfurt denn der Gemüsegarten der Provinz oder der Airport einer Landeshauptstadt? Da brechen Airlines weg, und einige Verantwortliche reiben sich verschlafen die Augen. Ein Flughafen braucht selbstverständlich - wenn er bestimmten Ansprüchen genügen will - eine entsprechende Plattform im Internet. Die aber wirklich informativ sein muss. Wenn sie das nicht ist, dann lassen potentielle Kunden und Partner davon ihre Finger. Weil man solche Unprofessionalität nicht akzeptieren kann.

Ich werde also nun meinen favorisierten Reiseveranstalter ankabeln. Bestimmt ist man dort im Bilde und hoffentlich auskunftsfreudig. Denn in Erfurt muss ich wohl noch etwas warten, bis ich Auskunft über die Sommerflugpläne bekomme. Zumindest am Airport odr auch Flughafen. Natürlich unter diesen Bedingungen nicht wörtlich (oder ersnt) zu nehmen…

Pkw mit 14 Insassen auf der Autobahn gestoppt - Rekordversuch oder grobe Fahrlässigkeit?

Ist das nicht verrückt oder Wahnsinn: Da entdecken Polizisten auf der Autobahn A 6 bei Schwabach in einem  Opel Vectra 14 Insassen!!  Das wird aus der Region berichtet. Ein Rekordversuch?  Das Fahrzeug soll aufgefallen sein, weil es sehr langsam mit nur etwa 40 Stundenkilometern unterwegs war.

Und die Polizisten sollen nicht schlecht gestaunt haben, als sie in dem Auto 14 Leute entdeckten: 2 Männer vorn, Mütter mit je zwei Kinder auf der Rücksitzbank, ein weiteres Kleinkind noch dazwischen. Und weitere fünf Kinder lagen im Kofferraum. Die Insassen waren auf dem Weg vom französischen Mühlhausen in Richtung Rumänien. Keines der Kinder war nach Polizeiangaben ordentlich gesichert.

Es handelte sich aber nicht um einen Rekordversuch! Die Großfamilie wollte einfach den eigentlich notwendigen Kleinbus sparen. Die Polizei soll die Stadt Nürnberg kontaktiert haben, die sorgte dafür, dass eine Mutter mit acht Kindern in einem nahen Heim untergeracht werden konnte. Dem Fahrer und Vater (31) der Großfamilie wurde die Weiterfahrt untersagt. Eine geforderte Sicherheitsleistung konnte er nicht leisten, weil er über keine Barmittel verfügt haben soll…

Jimi Hendrix, Fehmarn und das nicht erreichte Rentenalter

Am 27. November 2007 wäre James Marshall “Jimi” Hendrix 65 Jahre alt geworden, hätte also das Rentenalter erreicht. Hätte - aber der Gitarrist und Sänger starb bereits im Alter von 27 Jahren, konkret am 18. September 1970 in einem Londoner Hotel. Die Umstände sind bis heute mysteriös geblieben. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte der Musiker aber wenige Tage zuvor in Deutschland, nämlich auf der Ostseeinsel Fehmarn auf einer Wiese des Landwirtes Störtenbecker in der Nähe des Leuchtturms Flügge. Ebendort erinnert heute ein Gedenkstein an Jimi Hendrix. In seiner Heimatstadt Seattle ist ihm ein Museum und ein Park gewidmet, dort, wo sich einst das Establishment distanziert verhielt. Denn er war unbequem, hemmungslos, oft unbeherrscht. Das Gitarrenspiel aber beherrschte er herausragend, er prägte einen neuen Sound der E-Gitarre und gab dem Solospiel auf diesem Instrument einen neuen Stellenwert. Der Rockmusik zudem progressive experimentelle Weichenstellungen.

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Ich war beim letzten Hendrix-Auftritt damals auf Fehmarn dabei, saß nur wenige Meter vor der Bühne in einem abgesperrten Areal, von wo ich Fotos machen konnte. “Bewacht” wurde ich dabei von Rockern der “Hells Angels”, die sich das “Ordnungshüter-Regime” erkämpft hatten und die Leute nach Lust und Laune gnadenlos schikanierten. Und die schon Teile der Bühne verfeuert hatten, am Ende ganze Wohncontainer in Flammen aufgehen ließen…

Zu Jimi Hendrix: Nach schwieriger Kindheit und frühem Rausschmiss beim Militär wird James Marshall Hendrix in den Sechzigern zunächst wegen seiner Fingerfertigkeit von Künstlern der Soul- und Blues-Szene als Begleitmusiker engagiert, etwa von Ike & Tina Turner, B.B.King, Little Richard, den Supremes oder Wilson Pickett. In der Kultstätte des schwarzen Blues & Soul, im legendären Apollo-Theater in Harlem, gewinnt Hendrix einen Wettbewerb, formiert bald eigene Bands. Chas Chandler, Ex-Bassist der “Animals” nimmt den kreativen experimentier-freudigen Gitarristen mit afroamerikanischer und indianischer Abstammung unter seine Fittiche - “The Jimi Hendrix Experience” (mit Mitch Mitchell und Noel Redding) wird aus der Taufe gehoben.

Love   and Peace Festival 1970 Fehmarn / Foto: Lücke

Hendrix feiert große Erfolge: “Hey Joe”, “Purple Haze”, “The Wind Cries Mary”, “Bold As Love”, “Voodoo Child” oder “All Along the Watchtower”. Spektakuläre Festival-Auftritte steigern die Popularität. Beim Montery Pop Festival verbrennt er am Ende seine Gitarre, als “Opfer”. Als er beim legendären Woodstock-Festival auftritt und mit einer heftig umstrittenen Interpretation der US-Nationalhymne diese zur kreischenden Anklage gegen die US-Regierung und den Vietnamkrieg nutzt, da hat er bereits Probleme mit der Justiz.

Einerseits setzt er mit seiner Musik neue Maßstäbe, wird gefeiert, hebt immer mehr ab, flippt oft aus, konsumiert hemmungslos Alkohol, auch harte Drogen und Sex. Er verliert auf der Höhe seiner frühen Karriere immer mehr die Bodenhaftung und steht des öfteren so unter Strom, dass er auch katastrophale Auftritte abliefert, daneben aber ebenso immer wieder musikalische Glanzpunkte setzt. Und immer häufiger hat der Musiker nach seinen Auftriten und Exzessen Depressionen.Im Sommer 1970 startet Jimi Hendrix zu einer Tour durch die USA und Europa. Nach der Isle of Wight, Stockholm, Kopenhagen und Berlin geht es am 5. September nach Fehmarn, wo das Love & Peace-Festival im Sturm, Regen und Schlamm steckt. Weshalb der Hendrix-Auftritt auf den Morgen des Folgetags (6. September) geschoben wird. Jimi liefert dort ein wahnsinnig gutes Konzert ab, sein letztes.

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Jimis letzter Auftritt sollte eigentlich schon am 5. September stattfinden, dem zweiten Tag - ein Sonnabend - des “Love-and-Peace-Festivals” auf Fehmarn. Gut dass ich schon damals nicht gerade aufs Campieren eingestellt war wie viele andere meiner Generation. Ich hatte mir in der Nähe des Festival-Areals ein Pensionszimmer genommen. Und das sollte sich damals als Glücksgriff herausstellen, denn entgegen den üblichen Wettergewohnheiten auf der Ostseeinsel in diesem Zeitraum war es nicht trocken und sonnig, sondern stürmisch und regnete in Strömen. Ein Wetter, bei dem man keinen Hund auf die Straße jagt. Aber ich wollte viele der bei diesem Festival angesagten Bands einfach live erleben, sie fotografieren und auch drüber berichten. Das Pensionszimmer bewirkte jedenfalls, dass ich geordnet im Trockenen übernachten und mich aufwärmen konnte. Denn die Witterungsbedingungen beim Love-and-Peace-Festival waren eine Katastrophe. Wie übrigens die Organisation des Ereignisses auch. Denn schon in der Nacht vor Beginn des Festivals hatten üble Rocker der “Hell’s Angels” aus der Hamburger Gegend auf Fehmarn die Szene “aufgemischt”, sich mit Hippies und engagierten Ordnern (das sollten, so glaube ich mich zu erinnern, iranische Studenten aus Deutschland machen) heftige Schlägereien geliefert. Die Rocker erzwangen von den Veranstaltern, selbst als Festival-Ordner zu fungieren. Und machten das schikanös und willkürlich. Ohne dass die Polizei eingreifen konnte. Jimi Hendrix hatte am Freitag noch einen Auftritt beim Berlin Super Concert 70. Eigentlich soll das in der dortigen Waldbühne stattfinden, doch weil das Wetter wie in Fehmarn so schlecht war, hatte Veranstalter Fritz Rau das Berliner Spektakel in die Deutschlandhalle verlegt. Auf Fehmarn gab es keine solche “Unterschlupf-Möglichkeit” für ein Festival mit Zigtausenden. Also mussten sich die Fans selbst schützen - unter Regenschirmen, Zeltplanen, irgendwelchen Provisorien. Viele schlugen ihre Zelt direkt auf dem Festivalgelände auf, sogar in Bühnennähe.


Schon am Freitag hatte es Programmänderungen und Absagen auf Fehmarn gegeben, sehr zum Unmut der Besucher, Auch am Samstag waren Tausende durchgefrorene Fans sauer, weil Auftritt abgesagt wurden, durch den Sturm und die Unzulänglichkeiten der Soundtechnik viele Darbietungen schlecht zu hören waren. Das Wetter besorgte den Rest. Jimi Hendrix war zwar am Sonnabend auf Fehrmarn eingetroffen. Aber Roadmanager des Musikers überflogen per Hubschrauber das Festivalgelände, sahen dort vor der Bühne jede Menge kleiner Zelte und drohten dem Veranstalter: “Jimi würde nicht auf einem Campingplatz auftreten…” Die Zelte vor der Bühne sollten verschwinden. Jedenfalls wurde der Jimi Hendrix-Auftritt auf den Sonntagmorgen (6. September) verschoben, die Fans räumten ihre Zelt in Bühnennähe und Interpreten wie Mungo Jerry und Canned Heat hielten die Fans einigermaßen bei Laune.

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Ein Teil der “Ordnungs-Rocker” campierte nachts unter der Festivalbühne, machte dort allerdings ein Lagerfeuer zum Aufwärmen und verfeuerte dabei einfach Teile der Bühnenkonstruktion. Am Sonntagvormittag war das Wetter auf Fehmarn zwar windig und kühl, aber zunächst trocken und sonnig. Alles wartete auf den Superstar Jimi Hendrix. Der traf zwar am späten Vormittag auf dem Festivalgelände ein, zog sich dann aber in einen Wohnwagen zurück. Erst mit zweistündiger Verzögerung betrat Jimi Hendrix dann mit seinen Musikern Billy Cox und Mitch Mitchell die inzwischen provisorisch reparierte Festivalbühne. Als er vom Publikum nicht nur mit Beifall sondern vereinzelt auch mit Pfiffen und Buhrufen empfangen wurde, konterte der Musiker zunächst mit beleidigenden Sprüchen, entschuldigte sich dann aber doch und liefert am Ende ein wirklich gutes Konzert von rund anderthalb Stunden ab. Es war sein letztes Konzert, nachdem er sofort wieder aus Fehmarn verschwand und nach London düste, wo er wenige Tage später starb….